Rasen auf Lehmboden sähen – Worauf sollte man achten?

Autor Bastian Behrens

Bastian Behrens

#Rasenfreak, #SchönerRasen, #AusLiebeZumRasen

Möchten Sie einen Rasen auf Lehmboden sähen? Ich habe in einigen Foren immer wieder Fragestellungen dazu gefunden. Häufig ist der Tenor, dass der Rasen auf einem lehmhaltigen Boden nicht ordentlich oder nicht gleichmäßig wächst.

Ich selbst habe keinen lehmhaltigen Boden, sodass ich leider keine Praxis-Tipps zum Sähen von Rasen auf Lehmboden geben kann, möchte aber die Erfahrungen anderer User ein wenig zusammentragen.

Daraus habe ich eine kleine Checkliste erstellt, die Ihnen dabei helfen soll erfolgreich den Rasen auf Lehmboden sähen zu können.

Herausforderung: Lehmboden – Ein schwieriger Untergrund

Ein lehmhaltiger Boden bringt einige Herausforderungen mit sich. Zum einen lässt er sich aufgrund seiner Beschaffenheit nur sehr schwer bearbeiten und zum anderen staut sich das Wasser darin sehr stark. Ein Lehmboden hat hervorrangende Eigenschaften in der Speicherung von Wasser.

Dies kann jedoch gleichzeitig auch dazu führen, dass Staunässe entsteht, die wiederum kontraproduktiv für die Rasenpflanzen ist.

Wenn Sie beispielsweise nach einem starken Regenschauer über den Lehmboden gehen möchten, kann es passieren, dass sie ausrutschen, da die Oberfläche extrem seifig wird. Wenig Wasser dring tief in den Boden ein und könnte so die Rasenwurzeln erreichen. Wird der Lehmboden trocken, so wird er extrem hart und lässt wenig Luft durch. Auch ist er in diesem Zustand sehr schwer nur zu bearbeiten.

Abhilfe hinsichtlich der seifigen Entwicklung, soll ja der Rasen schaffen. Doch dafür muss dieser zunächst wachsen – ein kleiner Teufelskreis.

Kompost und Sand lockern den Boden auf

Um einen ersten Schritt machen zu können, sollte zunächst versucht werden, den Boden mit anderen Materialien zu vermischen. Ziel ist es, dass der Boden sich anschließend nicht mehr so stark verdichtet und das Rasen säen durchgeführt werden kann.

Für eine Vermischung im Boden eignet sich Sand sehr gut. Sand fördert gleichzeitig auch die Wasserdurchlässigkeit des Bodens, sodass das Risiko der Staunässe reduziert wird.

Ein weiteres Hilfsmaterial für die Verbesserung der Bodenqualität ist Komposterde. Geben Sie zunächst eine ordentliche Schicht Kompost auf den Lehmboden und vermischen diesen kräftig mit dem neuen Bodenmaterial. Graben Sie ruhig ein wenig tiefer als die normalen Rasenwurzeln gehen würden, um eine solide Basis zu erzeugen.

Grundvorraussetzungen liefern gutes Ergebnis beim Rasen säen

Nachdem Sie nun den Boden verbessert haben und die Wachstumsbedingungen für den neuen Rasen optimiert haben, geht es jetzt daran, die Rasensamen auf den Lehmboden (bzw. das neue Bodengemisch) aufzutragen. Hierbei ist es wichtig, dass Sie nach dem Ausbringen der Saat die Samen ein wenig an den Boden pressen (ggf. mit einer leichten Walze).

Somit stellen Sie sicher, dass die Rasensamen nicht von Wind und Wetter verschoben werden und ggf. später ein recht fleckiges Ergebnis erscheint (an einer Stelle sehr viel und stark grüner Rasen, an anderen Stellen nur der kahle Boden).

Wichtig beim Bewässern der neuen Bodenfläche ist, dass Sie zunächst nur Sprühwasser aufbringen. Der Lehmboden würden sonst dafür sorgen, dass die Rasensamen ausgespühlt werden. Bewässern Sie Ihren neuen Rasen besser mehrfach am Tag und dafür immer nur mit Sprühwasser.

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Autor Bastian Behrens

Über den Autor

Bastian Behrens ist Gründer und Redakteur des Rasen Magazins www.rasen-experte.de. Bereits seit über 10 Jahren helfen wir Rasenbesitzern mit Informationen, Erfahrungen sowie Tipps und Tricks zur Rasenpflege. Insgesamt haben wir bereits mehreren Millionen Menschen dabei geholfen, ihren Rasen ein Stück besser zu machen.

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